Unterfränkische Reisevereinigung Aschaffenburg-Alzenau-Spessart 1909 e.V.
Zum Geleit
Erfüllt mit Dank und Freude, dass es mein Schutzengel erlaubte, dass ich im 82. Lebensjahr das 100-jährige Jubiläum der Ufr. RV Aschaffenburg noch erleben darf, für die ich 55 Jahre meiner Freizeit nutzbringend eingebracht habe, um mit Euch heute das Jubiläumsjahr zu feiern. Brieftauben sind nicht alles auf dieser Welt, aber alles ist nichts ohne Brieftauben. Dieser Ausspruch hat immer noch Bestand für das restliche Häuflein der Aufrechten unserer RV. 100 Jahre RV sind eine Lebenskraft, die hinter uns, aber in der Erinnerung vor uns liegt. 100-jähriges Jubiläum einer Vereinigung hat Seltenheitswert. Dass es die Ufre RV noch erleben darf, ist ein Verdienst ihrer inneren Stabilität. In der Nachkriegszeit bis in die 80er Jahre erlebte der Brieftaubensport einen sehr großen Aufschwung. Es wur-den in unserer Region mehrere RVen neu gegründet. Mit dem Aufschwung gab es auch Veränderungen. Die Ansprüche über Erfolg und Meisterschaften wurden größer. Man passte sich dem allgemeinen Erfolgsdenken an. Die Tauben werden, um sportliche Erfolge zu haben, wie Hochleistungssportler geführt. Es kamen elektronische Erfassungsmöglichkeiten. Dem Züchter, der in der Reisesaison Erfolg haben will, wird an Zeit und Geld alles abverlangt. So wurde das Hobby teilweise zur Belastung. So kam es zur Spaltung der Interessen. Die Einen, die es weiterhin als Hobby betreiben oder die Professionellen. So kam es dann schon zur Aufgabe aus Geld- und Zeit-gründen. Die Überalterung forderte auch ihren Tribut. Die Jugend suchte sich zeitbedingte Interessen. So kam es, wie es kommen mußte, zum Rückgang der Mitglieder. Die Zeit forderte ihren Tribut. Trotz aller Rückschläge wird der Rest des Fähnleins der Aufrechten ihr liebgewonnenes Hobby mit einem neuen Kabinenexpress weiterbetreiben.
Heinz Blum
(Ehrenvorsitzender der Ufr. RV Aschaffenburg)
Zum Geleit
Brieftauben sind nicht alles auf der Welt, aber alles ist nichts ohne Brieftauben. Für den eingefleischten und überzeugten Sportfreund gibt es einfach nichts Schöneres. Daher sind wir, die Vorstandschaft der Ufr. R.V. Aschaffenburg, erfüllt von Freude in dem Bewußtsein, dass 100 Jahre Lebenskraft hinter uns, aber in der Erinnerung vor uns liegen. 100 Jahre, gefüllt mit Stolz, mit Erfolg und Rückschlag, mit Begeisterung und Enttäuschung, eine Lebenskraft, die Menschen vereint hat in unserem schönen Brieftaubensport.
Ein 100-jähriges Wiegenfest einer Vereinigung hat Seltenheitswert. Daß es die Ufr. R.V. begehen kann, ist zuletzt ein Verdienst ihrer inneren Stabilität. Sie äußert sich unter anderem in langen Amtszeiten vieler Verantwortlicher. Dieser Stabilität liegt eine enorme Lebenskraft zugrunde, die immer dann zu einem sich Aufbäumen und gewaltigem Wachstum führte, wenn schwere Schicksalsschläge die Existenz des Brieftaubenwesens ernsthaft bedroht hatten.
Politik ist keine Angelegenheit unseres familienfreundlichen, in allen Bevölkerungsschichten ausgeübten, ans Haus gebundenen Sportes, obwohl wir alle, ob Einzelzüchter oder Gemeinschaft, in die Gegebenheiten eingebettet sind, welche sich in unserer Heimat und um sie abspielen.
Ohne weiteres kann unser Hobby in der kleinsten, gesellschaftlichen Einheit ausgeübt und deshalb als Familiensport bezeichnet werden. Gibt es doch keine Sportart, die so eng verbunden mit Tier und Natur, von der gesamten Familie betrieben werden kann- Denn welches Steckenpferd kann in einer so großen Gemeinschaft und Konkurrenz zu Hause ausgeübt und gesteuert werden. Ob groß, ob Klein, ob Jung oder Alt, jeder kann sich mit Liebe an der Pflege, Haltung und Vorbereitung zum Wettflug beteiligen.
Unser Ziel sollte die Beschäftigung mit den Tauben bleiben, verbunden mit einem gesunden Ehrgeiz, zu sportlichem Erfolg zu kommen und echte Siegesfreude zu erleben. Erholsame Entspannung, die im Brieftaubensport immer ein Spiel sieht, sollte uns befähigen, auch Niederlagen gelassen hinzunehmen.
Wenn auch die Brieftaubenhaltung in den Stadtgebieten erschwerlicher wird und die Raubvogelplage ihren Tribut fordert, so bleibt doch der Brieftaubenliebhaber seinem Hobby meistens sein ganzes Leben treu. Einmal ist es die Taube selbst, die durch ihre Orientierungsfähigkeit uns heute noch immer in Erstaunen und Spannung versetzt und somit zugleich auch viele Rätsel aufgibt. Andererseits ist es der Mensch, der durch sein Hobby neue Freunde gewinnt, denn überall, wo Tauben fliegen, kann man anklopfen, sei es im Inland oder Ausland, man ist als Taubenfreund ein willkommener Gast.
Wie in allen Bereichen hat auch im Brieftaubensport die Elektronik mit modernen Konstatiersystemen Einzug gehalten und ihr gehört die Zukunft. Alles ist zu kaufen, außer der Erfolg. Bei den Tauben dreht es sich mehr denn je darum, von perfekter Gesundheit zu sein. Man kann sich auf Ausstellungen und im Handel vieles kaufen, nur eines nicht, einen Korb voller Siegertauben. Darüber gibt es die meisten Fragen, wo hole ich sie?, wie züchte ich Sie? Und wie stellt man es an, dass man morgen zum Kreis der Meister gehört? Dem dieses Geheimnis ist nirgendwo fix und fertig zu erhalten, nicht bei uns, in Holland oder Belgien. Das offensichtlich so einfache und doch so schwierige Spiel mit unseren Tauben ist vor allem eine Sache der Durchführung!
Der Taubensport ist, wenn man zur Spitze gehören will, zu einer Beschäftigung geworden, die den Züchtern alles abverlangt. Der Taubensport selbst, um den sich letztlich alles dreht, bleibt nach wie vor ein Geheimnis. Vielleicht ist es gut, dass es zwischen Himmel und Erde noch Dinge gibt, die der Mensch mit seinem Geist nicht erfassen kann. Das gibt den Reiz in unserem Sport, das ist das Phänomen unserer kleinen Welt*
Das alles bewegt mich, unserer R.V. die besten Glückwünsche auszusprechen und uns allen zu wünschen, dass wir in gewohnter, liebgewonnener Manier in den folgenden Jahren unserem reizvollen Hobby mit unseren geliebten Tauben in Frieden, Freiheit und Freundschaft nachgehen können.
Für das Reisejahr 2010 wünsche ich allen Sportsfreunden viel Erfolg und eine gute Platzierung bei den Meisterschaften.
Allen Gönnern und Besuchern unserer Jubiläumsveranstaltung ein Dankeschön und frohe Stunden unter Sportfreunden in Aschaffenburg.
Reinhard Wissel
1. Vorsitzender der Ufr. RV Aschaffenburg

Chronik der Unterfränkischen Reisetaubenzüchtervereinigung e.V.
Vor 100 Jahren rückten die Reisetaubenzüchter enger zusammen.
Abwechslungsreiche 100 Jahre liegen hinter der Unterfränkischen Reisetaubenzüchtervereinigung Aschaffenburg 1909 e.V. Brieftaubenliebhaber dürfte es schon früher in unserem Gebiet gegeben haben. Der erste Zusammenschluss erfolgte Im Jähre 1882. Damals wurde von den Mitgliedern Rüth, Bohn, Maurer, Dinkel, Bergmann, Schneider, Botzum, Gottwald und Geisler des Geflügelzuchtvereins Aschaffenburg eine Abteilung für Reisetauben ins Leben gerufen. 1901 lösten sich die Brieftaubenzüchter vom Stammverein und gründeten den Verein Club Nr. 05004. l. Vorsitzender war Philipp Rüth, 2. Vorsitzender Ludwig Bergmann, Kassierer Fritz Bohn und Schriftführer Valentin Schneider. Aber auch in Damm wurde damals ein Club gegründet, ebenso in Großostheim, Niedersteinbach und Kleinheubach. Das Jahr 1901 kann man als einen Markstein in der Geschichte des Brieftaubensports bezeichnen. In diesem Jahre fand nämlich eine große Militär-Brieftauben-Ausstellung in der Markthalle statt, ein Ereignis für Aschaffenburg und die weitere Umgebung.
Um die Jahrhundertwende bestanden in Unterfranken zehn Brieftaubenliebhabervereine. Auf Einladung des Brieftaubenclubs Aschaffenburg vom 25.01.1909 trafen sich unter dem Vorsitz von Johann Dinkel vom Aschaffenburger Club am Dienstag, den 02.02.1909 im Gasthaus „Zum Hirschen“ in der Riesengasse (Nebenzimmer) die Vertreter der Vereine aus Miltenberg, Kleinheubach, Großostheim, Mainaschaff, Wenigumstadt, Damm und Aschaffenburg zur ersten Aussprache. Da sich jedoch nur die Vereine aus Miltenberg, Kleinheubach, Großostheim und Aschaffenburg zu einer Vereinigung bereit erklärten, kam man am 07.03.1909 erneut zusammen. Diesmal machten auch „Wiederkehr“ Wenigumstadt“, „Schwalbe“ Mainaschaff, Verein Damm und „Heimkehr“ Schweinheim mit, so daß mit acht Clubs die Unterfränkische Reisetaubenzüchtervereinigung, Sitz Aschaffenburg, ins Leben gerufen werden konnte. Der Gründungsvorstandschaft gehörten Vorsitzender Ludwig Bergmann, Geschäftsführer Valentin Schneider, Kassierer Franz Schwind, Inventarverwalter Heinrich Maier (alle vom Club Aschaffenburg), ferner Schriftführer Richard Rußmann von Damm, Beisitzer Wilhelm Schwesinger aus Miltenberg und Fritz Klein aus Kleinheubach an. Ein großer Aufschwung im Taubensport setzte ein, die nähere Umgebung mit dem Kahlgrund trat der Unterfränkischen Reisetaubenzüchtervereinigung bei Flüge von Belgrad, Namur, Brüssel, Ostende, Dover und Rom bewiesen, daß die Reisetätigkeit auf hoher Stufe stand und unterstrichen die Qualität der Tiere. Idealismus und Einsatzbereitschaft der Mitglieder wurde damals großgeschrieben. Es gab noch keine Konstatieruhren nach heutigem Muster. Die Tauben mußten von Läufern in die Vereinslokale gebracht werden, wo eine Uhr die Ringe aufnahm. Der Reisebegleiter führte ein Bestätigungsbuch mit dem Wortlaut: Auflaß…., Wetter…, Windrichtung…., Fernsicht Plombenverschluß unverletzt. Dieses Buch war nach Rückkehr von einem Flug dem Vorsitzenden abzuliefern. Erster Reisebegleiter war Jakob Schwarz vom Club Aschaffenburg. – In der Generalversammlung am 27.02.1910 im Clublokal Aschaffenburg wurden Ludwig Bergmann zum Vorsitzenden, Valentin Schneider zum Geschäftsführer und Kassierer, Wilhelm Botzum zum Inventarverwalter (alle aus Aschaffenburg), Friedrich Klein aus Kleinheubach und Josef Heim aus Schweinheim zu Beisitzern gewählt. In der Versammlung am 19.03.1910 kürte man folgende Leitung: Vorsitzender und Geschäftsführer Valentin Schneider, Schriftführer Josef Heim, Kassierer Johann Dinkel, Inventarverwalter Wilhelm Botzum, Beisitzer Friedrich Klein und Balthasar Kapraun (Großostheim). Laut Protokoll vom 13.11.1910 erhielten Preise auf den Konkurswettflügen Namur Valentin Schneider sowie ab Ostende Wilhelm Botzum und Franz Schwind. Das letzte Protokoll stammt vom 12.02.1912 über eine Versammlung in der „Engelsburg“. Während des ersten Weltkrieges ruhte das Vereinsleben.
In der Generalversammlung am 22.02.1920 im Café Ritter in Aschaffenburg wählte man Wilhelm Weber zum l. und Leo Botzum zum 2. Vorsitzenden, Leopold Roth zum l. und L. Schneider zum 2. Schriftführer, N. Brunnenträger zum Kassierer und Karl Naß zum Materialverwalter. Die ersten Preisflüge nach dem Kriege wurden unter anderem ab Eisenach, Apolda, Halle, Wittenberg, Lübben, Landberg und Stettin gestartet. 1920 wurde die erste Reise mit 350 Tauben begonnen und zum ersten Konkursflug ab 210 km noch 209 Tauben gesetzt. Die Jungtour mit 280 Tauben verlief gut. 1921 richtete der Verein Großostheim die RV-Ausstellung aus. Die erste Reise 1921 wurde von zehn Vereinen mit 16 Körben und etwa 450 Tauben angetreten. In der Versammlung am 24.07.1921 in Mainaschaff wurden mit Rücksicht auf die große Gefahr durch Raubvögel die Spessarttouren ab Laufach, Heigenbrücken und Karlstadt fallen gelassen. Die RV-Ausstellung 1921 übernahm Großostheim und 1922 Niedernberg. Die RV-Schau 1923 richtete Mainaschaff aus. In der Frühjahrsversammlung am 16.03.1924 beschloß man die Reiseroute aus Südosten (St. Pölten). Die RV-Ausstellung 1924 war in Niedersteinbach. Ende 1924 wurde Richard Bohn zum l. Schriftführer bestellt. In der Ausschußsitzung am 04.01.1925 bei Ritter wurden Hausen und Hösbach in die RV aufgenommen. 1927 fand in der Markthalle die 15. bayerische Ausstellung statte 1926 RV-Ausstellung in Großostheim, 1927 in Michelstadt.
In der Versammlung am 14.04.1929 im „Erbsenschwind“ wurde Willy Weber zum Ehrenvorsitzenden ernannt. 1929 zählte die RV 27 Vereine als Mitglieder RV-Schau 1929 in Schweinheirn, 1931 in Niedernberg,. In der Generalversammlung am 22.03.1931 wurde Josef Schäfer vom Club Aschaffenburg zum l. Vorsitzenden der RV ernannt. In der Generalversammlung am 25.10,1931 wurde Willy Weber mit goldener Nadel und Diplom für besondere Verdienste ausgezeichnet. In der außerordentlichen Versammlung am 08.05.1932 trat Josef Schäfer wegen Krankheit zurück und Willy Weber versah das Amt des 1. Vorsitzenden. Wegen der schlechten Zeit war 1932 keine RV-Schau. In der außerordentlichen Generalversammlung am 05.11.1933 im „Erbsenschwind“ wurde im Zuge der Gleichschaltung Karl Brand vom Club Aschaffenburg zum „Führer“ gewählt. Mit der erweiterten Vorstandssitzung am 28.07.1934 im „Erbsenschwind“ schließt das 1. Protokollbuch.
1941 wurde der Flugbetrieb wegen der Kriegsverhältnisse eingestellt. Nach Kriegsende waren nur noch bei einzelnen Züchtern kleine Restbestände von Brieftauben vorhanden. Selbst diese mußten auf Anordnung der Besatzungsbehörden geschlachtet werden. Trotzdem gelang es einzelnen Züchtern, besonders in den Landgemeinden, die noch vorhandenen Tauben zu retten. Die Züchter Adam Herrmann und Willi Peter verstanden es zudem, trotz großer Beschwernisse gute Tiere aus Schlägen des Rheinlandes einzurühren.
Am Sonntag, den 22.06.1947 erfolgte im Gasthaus „Zur Eisenbahn“ (Bütmer) Aschaffenburg, Gartenstraße 4, die Wiedergründung der Unterfränkischen RV mit folgender Vorstandschaft: l. Vorsitzender Edmund Lieb (Aschaffenburg), 2. Vorsitzender Kilian Zang (Goldbach), Geschäftsführer Georg Fecher (Obernau), Schriftführer Josef Wienand (Aschaffenburg), Kassierer August Brustmann (Leider), Reiserechnungsführer Adam Herrmann (Aschaffenburg) und Materialverwalter Ernst Rössner (Aschaffenburg). Zum RV- und Einsatzlokal wurde das Gasthaus „Zur Eisenbahn« bestimmt. 19 Vereine zählte jetzt die RV. Die Wiedergründung der RV gab den Vereinen in Stadt und Land neuen Auftrieb. 1947 wurde bis Passau gereist. Am 20./21.-12.1947 fand in der Aufbauschule Aschaffenburg eine RV-Schau statt. Wegen der auferlegten Beschränkungen seitens der Alliierten wurden die Wettflüge noch innerhalb der Landesgrenzen gestartet. In der Jahreshauptversammlung am 13.11.1947 wurde Willi Peter zum Geschäftsführer bestellt. Die Satzungen einschließlich Zusätze und Änderungen wurden genehmigt. In der Frühjahrsversammlung am 14.03.1948 wurde die Südtour beibehalten. In der Jahreshauptversammlung am Sonntag, den 28.11.1948 wurde Paul Behrens 1. RV-Vorsitzender. 1949 wurde die Jungtour nach Richtung Nordwest gereist. In der erweiterten Vorstandssitzung am 03.02.1950 trat Paul Behrens wegen Arbeitsüberlastung zurück und Nachfolger wurde Richard Bohn. 1950 konnte der erste Auslandsflug ab St. Pölten absolviert werden. Auch in den beiden nächsten Jahren flogen die Tauben aus der Südost-Richtung. In der Jahreshauptversammlung am 05.11.1950 bei Büttner wurde Willi Peter zum l. RV-Vorsitzenden ernannt. 2 Vorstand war Alois Weiß und Geschäftsführer Philipp Schuck. Der Club Aschaffenburg feierte 50jähriges Bestehen. 1950 hatte die RV 32 Vereine als Mitglieder. In der außerordentlichen Generalversammlung Anfang 1951 wurden Peter Wissel zum 1., Alois Weiß zum 2. Vorsitzenden und Philipp Schuck zum Geschäftsführer bestellt. In der Ausschußsitzung am 27.03.1951 bei Büttner bildete man zwei Gruppen. Der Gruppe Mitte gehörten Heimkehr und Club Aschaffenburg, Damm, Goldbach, Hösbach, Mainaschaff, Schweinheim Leider, Weibersbrunn, Oberafferbach, Waldaschaff, Kleinostheim, Obernau, Stockstadt und Haibach an. Die Gruppe Nord bildeten Kahl, Alzenau, Mömbris, Krombach, Kälberau, Kleinkrotzenburg, Schöllkrippen, Albstat, Großwelzheim, Wasserlos, Michelbach und Hörstein. Jede Gruppe tätigte sämtliche Geschäfte des Reisejahres 1951 selbständig.
In der Herbstversammlung am 04.11.1951 kam folgende RV-Leitung zustande: 1. Vorsitzender Willy Weber, 2. Vorsitzender Gregor Löffler, Geschäftsführer Emil Elbert, Schriftführer Ludwig Stenger und Kassierer Karl Brockmann. In der außerordentlichen Generalversammlung am 20.07.1952 wählte man Willi Peter zum Geschäftsführer. Bei der Generalversammlung am 09.11.1952 zählte die RV 34 Vereine. 1954 fand ein – allerdings verhängnisvoller – Richtungswechsel statt. Aus der Westrichtung sollten aus 800 Kilometern Flugentfernung Preisflüge durchgeführt werden. Aber bereits ab Auxonne traten so schwere Verluste auf, daß die Westrichtung fallen gelassen und die Flüge im gleichen Jahr aus der bewährten Südostrichtung fortgesetzt wurden. In der Herbstversammlung am 04„12.1955 wurde Ludwig Fischer zum 1. RV-Vorsitzenden bestellt. Aus dem Überschuß des Flugjahres 1955 – so der Beschluß der Vorstandssitzung am 05.03.1956 wurden 5 Reisekörbe, ein 200-LiterFaß zur Mitnahme von Trinkwasser und 20 Trinkrinnen angeschafft. In die Fensternischen im Nebenzimmers des Einsatzlokals wurden zwei Uhrenschränke zur Aufnahme von 60 Uhren eingebaut. Über die Flugrichtung der nächsten drei Jahre entschieden sich im Kreis 114 – 221 Züchter für Süd-Ost und 296 Züchter für West. In der Vorstandssitzung am 06.12.1957 wurden erstmals die vom Kreis gestifteten Ehrennadeln verteilt. Für Verdienste um den Reisetaubensport ernannte man Karl Brockmann, Max Emge und Franz Klein zu RV-Ehrenmitgliedern. In der Herbstversammlung am 12.10.1958 wurde Geschäfts Willi Peter zum 1. Vorsitzenden ernannt. Mit Willi Peter begann zweifellos eine neue, wohl erfolgreichste Ära des Aschaffenburger Brieftaubensports.
Die 50-Jahrfeier der RV war am 10.10.1959 in der Turnhalle, Leider. Hauptverantwortlicher für die Durchführung war Alois Bieber I aus Goldbach. Richard Bohn und Karl Brockmann arbeiteten die Festschrift aus. Walter Porst, Adam Starke, Adam Herrmann, Richard Bohn und Heinrich Roth wurden beim Festabend zu Ehrenmitgliedern ernannt. Die Festrede hielt Alois Bieber l. Die Vorstandschaft im Jubiläumsjahr: 1. Vorsitzender Willi Peter, 2. Vorsitzender Josef Pfeifer, Kassier Karl Brockmann, Schriftfühhrer Oswald Hartmann, Sportwart Adam Starke und Materialverwalter Heinz Blum. RV-Meister im Jubiläumsjahr waren die Gebrüder Werner, Hösbach mit 46 Preisen. Bereits 1957 brach man mit der Tradition der Verschickung der Tauben auf den Schienen. Die Züchter ließen ihre Tauben mit Kabinen-Expressen aus Bochum und Oberroden transportieren, bis sie im Wege der Selbstfinanzierung schließlich 1960 in der Lage waren, einen eigenen, neuen Kabinen-Express anzuschaffen.
Die Jungtour 1963 wurde aus der Westrichtung absolviert. Die RV-Meisterschaftsfeier fand am 30. I l . 1963 in der t‚Haibacher Schweiz“, die RV-Schau am 28./29.12.1963 in der Leiderer Turnhalle statt. OB Dr. Vinzenz Schwind war Schirmherr dieser Schau. 1964 war wieder die Ostrichtung als Reiseroute gefragt. Um die nicht unerheblichen Kosten für Abrechnung und Erstellung von Preislisten einzusparen, wurde für 2.000,– DM eine Rechenmaschine angeschafft. Ab 1964 begannen die Züchter bereits vorausschauend finanzielle Rücklagen zu bilden, um eines Tages wieder einen neuen Kabinenexpress erwerben zu können. Zur Krankheitsvorbeugung wurde in der Herbstversammlung am 12.12.1965 in Goldbach allen Züchtern empfohlen, ihre Tauben tierärztlich untersuchen zu lassen. Als neues RV-Einsatzlokal wurde die Gaststätte „Zum schwarzen Seppltt am 11.03.1966 bestimmt.
Am 10.08.1966 wurde die Neugründung eines Kreisverbandes Aschaffenburg und die Loslösung vom Kreisverband 114 beschlossen, da gemeinsame Interessen nicht mehr gegeben waren. In der Herbstversammlung im „Grünen Baum“, Goldbach, wurden Ottmar Elsesser und Kilian Zang zu Ehrenmitgliedern ernannt.
In der Versammlung am 01.04, 1967 konnte bekannt gegeben werden, daß der Deutsche Brieftaubenverband, Sitz Essen, den neu gegründeten KV 155 genehmigt hatte. Zum l. Vorsitzenden wurde Alois Fischer, Leider, gewählt. Bei einem Tiroler-Abend fand am 23.01.1968 in der Turnhalle, Leider, die Gründungsfeier des Kreisverbandes 155 statt.
Für das Reisejahr 1969 meldeten sich 181 Züchter. Die Sportfreunde Leopold Roth, Karl Wenzel und Adam Starke bekamen die goldene Ehrennadel des Deutschen Brieftaubenverbandes verliehen. In der vollbesetzten Leiderer Turnhalle fand am 28.12.1969 die 60-Jahrfeier, verbunden mit Ehrungen, statt. Der 1. Vorsitzende Willi Peter gab eindrucksvoll einen Abriß über die Geschichte des Aschaffenburger Brieftaubensports wieder. Am 16.01.1971 wurden Alois Bieber l, Nikolaus Kreckel, Karl Fischer, Heinrich Kolb, Karl Philipp, August Schüßler, Oskar Morhard, Fritz Seitz und Gregor Löffler zu Ehrenmitgliedern ernannt. Die offizielle Ehrung fand anläßlich der denkwürdigen RV-Meisterschaftsfeier am 27.11.1971 im „Gambrinus“ statt. Der Antrag des Vereins Mainaschaff in der Versammlung vom 28.11.1971, die Nordrichtung zu beschicken, wurde mit 62 : 40 Stimmen abgelehnt. Am 09.01.1972 wurde Manfred Peter zum 1. Kreisvorsitzenden gewählt.
In der Ausschußsitzung am 08.11.1972 teilte der RV-Vorsitzende Willi Peter seinen Rücktritt mit. In der Herbstversammlung am 10.12.1972 ehrte der 1. Kreisvorsitzende Manfred Peter die Züchter Walter Porst, Karl Philipp und Adam Herrmann mit der goldenen Verbandsehrennadel. Der 2. RV-Vorsitzende Alois Bieber wurde Nachfolger von Willi Peter; Walter Werth wurde 2. RV-Vorsitzender, Ferdi Pfeifer Kassier, Karl Schiener Schriftführer, Karl Schiener und Heinz Blum Sportwarte, Walter Werth Jugendsportwart, Werner Schnatz, Heinz Blum und Theo Dörflinger Materialverwalter. Am 14.01.1973 anläßlich der RV-Schau in Goldbach entschieden sich die Züchter mit 107 : 36 Stimmen wieder für die Reiserichtung Südost. Diese Reiserichtung wurde auf 3 Jahre festgelegt. In der Frühjahrsversammlung am 23.02.1975 wählte man wieder Willi Peter zum 1. RV-Vorsitzenden. 167 aktive Züchter zählte damals die RV. In der Herbstversammlung am 07.12.1975 wurde eine erneute Abstimmung über die Reiseroute durchgeführt. 82 Züchter stimmten für Südost, 60 für Nord bei 2 Enthaltungen und einer ungültigen Stimme. Bereits am 04.07.1976 wurde Alois Fischer beauftragt, wegen einer Geländeanpachtung in Nilkheim bei der Stadt Aschaffenburg vorstellig zu werden. Am 19.7.1976 gab Kreisvorsitzender Manfred Peter bekannt, daß die Verhandlungen mit der Stadt wegen der Grundstückspachtung so weit gediehen sind, daß einem Abschluß eines Vertrags nichts mehr im Wege stünde. Mit 18 : 6 Stimmen bei I Enthaltung verzichtete man am 04.12.1977 in der Herbstversammlung auf das Grundstücksangebot der Stadt Aschaffenburg, weil einerseits die finanziellen Belastungen in diesem Zusammenhang zu hoch waren, zum anderen die Anschaffung eines neuen Kabinenexpresses Priorität zu diesem Zeitpunkt hatte. Eine finanzielle Doppelbelastung wollten und konnten die Züchter nicht tragen.
Im August 1978 fand auf dem Gelände der Binding-Brauerei erstmals ein Brieftaubenfest statt, das alljährlich in der Folgezeit zu einem festen Bestandteil des Vereinslebens wurde. Am 07.05.1978 wurde bekannt, daß die Pocken die Brieftaubenbestände heimsuchten. Es wurde deshalb am 10.7.1978 beschlossen, die restlichen Flüge im Inland und zwar ab Wegscheid auszutragen. Jeder Züchter hatte einen Impfnachweis zu erbringen. In der Versammlung am 08.04.1979 nahmen die Züchter erfreut zur Kenntnis, daß die Stadt Aschaffenburg der RV zur Deckung der Unkosten beim Erwerb des neuen Kabinenexpresses stattliche DM 5.000,– spendete. Der Einsatz des MdL Hilmar Schmitt in dieser Sache wurde gewürdigt. Er war auch Schirmherr des dreitägigen 7()jährigen Jubiläumsfestes am 20.-22.07.1979 auf dem Gelände der Binding-Brauerei.
Die Bezirksausstellung des neu gegründeten Bezirks 29 Main-Kinzig-Wetterau, dem damals über 2500 Mitglieder angehörten, wurde der Ufr.. Reisetaubenzüchtervereinigung übertragen. Die Ausstellung in der Dalbersschule und die Feier im Martinushaus hinterließen nicht nur bei den einheimischen Züchtern, sondern bei allen Gästen aus nah und fern einen bleibenden Eindruck. Am 24.07.1979 war es soweit, daß die Züchter die Anschaffung des neuen Kabinenexpresses zu einem Betrag von DM 132.550,– bei sichergestellter Finanzierung beschließen konnten.
In der Versammlung am 15.02.1981 im Ratskeller wurde die Vorstandschaft wie folgt gewählt: 1. RV-Vorsitzender Heinz Baum, 2. Vorsitzender Alois Kasche, Kassier Walter Deibert, Schriftführer Karl Schiener, Flugleiter Herbert Kromm, Sportwart Werner Richter, Materialverwalter Werner Schnatz und Manfred Bürger. In der Frühjahrsversammlung am 29.03.1981 wurde die Satzung der mit der RV Kahltal neu gegründeten Transportgemeinschaft in geänderter Form angenommen. Mit 24 : 3 Stimmen billigte man am 27.09.1981 im „Aschaffeck“ den Kauf eines Anhängers. In der Herbstversammlung am 19.12.1982 erfolgte die Wahl von Heinz Blum zum 1. RV-Vorsitzenden. Stellvertreter wurde Walter Werth, Kassier Dietmar Kraus. Schriftführer Karl Schiener und Sportwart Werner Richter wurden in Ihren Ämtern bestätigt. Dies galt auch für die Materialverwalter Werner Schnatz und Manfred Bürger. In der Herbstversammlung am 11.12.1983 fand erneut eine Abstimmung über die Reiserichtung statt. Die Sportfreunde votierten mit 85 : 51 Stimmen gegen die Nordrichtung für die Südost-Richtung bei 5 Enthaltungen. Um der neuen Paramyxovrus-Erkrankung bei Tauben entgegentreten zu können dürfen ab 1984 nur noch geimpfte Tiere am Reisegeschehen teilnehmen. In der Frühjahrsversammlung am 12.02.1984 wurden die Termine für die Jubiläumsveranstaltungen anläßlich des 75jährigen Jubiläums der Ufr.. RV bekanntgegeben: 24. und 25.11.1984 RV-Meisterschau, 01. und 02.12.1984. RV-Ausstellung und 29./30.12.1984 Wimpelschau. Am 01.12. 1984 wurde in der Leiderer Turnhalle das 75jährige Bestehen der RV Aschaffenburg mit einem Festabend gebührend gefeiert. Dabei wurden verdiente Mitglieder der RV durch Überreichen der Jubiläums Ehrennadel geehrt. Für seine Verdienste als langjähriger RV-Vorsitzender wurde Sportfreund Willi Peter zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Die RV-Ehrenmitgliedschaft wurde verliehen an: Ernst Brönner, Michael Debes, Alois Fischer, Hans Heeg, Johann Stenger, Karl Hüffer und Fritz Seitz. Für 50 Jahre Treue wurden geehrt: Adam Starke, Karl Fischer, Hans Heeg, Alois Fischer, Johann Stenger, Simon Glaser, Anton Bergmann, Friedel Spielberger, Willi Peter, Ernst Brönner, Lothar Staab, Georg Kraus, Adolf Schnarr, Michael Debes, Willi Wüst, Richard Hofmann, Willi Hein, Fritz Seitz, Friedel Schnatz, Werner Schnatz und Ludwig Freund. Am 29. und 30.12.1984 richtete die RV die Bezirks-Siegerschau des 29. Bezirks mit Taubenversteigerung in der Dämmer Schönbergschule aus.
In der Frühjahrsversammlung vom 10.02.1985 wurde Walter Werth vom Verein Club, der nicht mehr für das Amt des 2. RV-Vorsitzenden kandidierte, zum Ehrenmitglied ernannt. Die neue Vorstandschaft setzte sich wie folgt zusammen: 1. RV-Vorsitzender Heinz Blum, 2. RV-Vorsitzender Heinz Baum, Kassier Dietmar Kraus, Schriftführer Karl Schiener, Sportwart Werner Richter und Materialverwalter Manfred Bürger. In der Vertreterversammlung vom 17.12.1985 gab Sportwart Werner Richter seinen Rücktritt aus persönlichen Gründen bekannt. Sein Nachfolger wurde in der Versammlung vom 19.01.1986 Herbert Kromm. In der Generalversammlung vom 19.10.1986 im „Aschaffeck“ brachten die Neuwahlen folgendes Ergebnis: 1. RV-Vorsitzender Herbert Kromm, 2. RV-Vorsitzender Willibald Stoppok, Kassier Joachim Schnarr, Schriftführer Manfred Schneider und Materialverwalter Oskar Salg. Am 22.11.1986 fand die RV-Ausstellung statt. Die RV-Schau der 10 besten Schläge wurde am 24.01.1987 ausgerichtet. Eine RV-Ausstellung mit Taubenversteigerung fand am 21. und 22.11.1987 in der Turnhalle, Kleinostheim statt. Die Ausstellung der 10 besten Schläge der RV wurde am 23. und 24.01.1988 in der Möbelgroßhandlung H.D. Richter durchgeführt. In der erweiterten Vorstandssitzung am 20.07.1987 wurde wegen anhaltend schlechter Witterung mit 20 : 9 Stimmen für einen Abbruch der Alt-Reise und für das Ende der Meisterschaften votiert. In der RV-Vollversammlung am 28.02.1988 im „Aschaffeck“ wurde Wolfgang Nowak vom Verein Haibach zum neuen Kassier gewählt. Die 10 besten Schläge der RV wurden am 28. und 19.01.1989 in den Räumlichkeiten der Firma H.D. Richter präsentiert. In der Frühjahrsversammlung vom 20.03.1988 wurde berichtet, daß die RV Aschaffenburg die Ausrichtung der Bezirksausstellung 1990 übernehmen wird.
In der Herbstversammlung am 16.10.1988 im „Aschaffeck“ brachte die Abstimmung einen Richtungswechsel von der Südost- in die Südwest-Richtung. Das Abstimmungsergebnis lautete wie folgt: 49 Stimmen für Südwest, 21 Stimmen für Südost und 4 Enthaltungen. Mit 62 Stimmen, 6 Gegenstimmen und 6 Enthaltungen votierten die Züchter für einen sofortigen Beginn der Reise 1989 in der Südwest-Richtung. In der Generalversammlung vom 22.01.1989 im „Aschaffeck“ wurde Herbert Kromm ohne Gegenstimme bei einer Enthaltung in seinem Amt als 1. RV-Vorsitzender bestätigt. Mit 46 Stimmen, 13 Gegenstimmen bei 3 Enthaltungen wurde Eugen Schnarr als Nachfolger von Willibald Stoppok, der für die Wahl nicht mehr zur Verfügung stand, zum 2. RV-Vorsitzenden gewählt. In ihren Ämtern einstimmig bestätigt wurden Kassier Wolfgang Nowak, Schriftführer Manfred Schneider, Materialverwalter Oskar Salg und Sportwart Willi Wüst. Ab 01.02.1989 mußte die Einsatzstelle auf dem Binding Gelände geräumt werden. Seit 1989 findet das Einsatzgeschäft auf dem Gelände der Firma Heinrich Schnarr GmbH in Mainaschaff statt. Das Uhrengeschäft fand vorübergehend weiterhin im RV-Lokal „Aschaffecktt statt. In der Vorstandssitzung vom 27.12.1989 trat Eugen Schnarr als 2. RV-Vorsitzender zurück. Am 06 und 07.01.1990 richtete die RV in der Kultur- und Sporthalle, Haibach, die Bezirksausstellung des Bezirks 29 aus. Hier wurde Verbandstierarzt Dr. Raddei zu einem Forum eingeladen.
In der Frühjahrsversammlung am 18.03.1990 in den Räumlichkeiten der Firma Heinrich Schnarr GmbH wurde Herbert Amrhein als Nachfolger von Alois Kasche zum 2. RV-Vorsitzenden gewählt. In der RV-Vollversammlung vom 28.06.1990 trat der l. RV-Vorsitzende Herbert Kromm zurück und übergab die Geschäfte an den 2. Vorsitzenden Herbert Amrhein. Auf der Generalversammlung am 22,07.1990 erfolgte die Wahl von Heinz Blum zum neuen l. RV-Vorsitzenden. Herbert Amrhein wurde in seinem Amt als 2. Vorsitzender bestätigt. Im „Leo-Haus“, Damm fand am 24. und 25.11.1990 erstmals wieder eine mit der Schau der 10 besten Schläge kombinierte RV-Ausstellung statt. Auf der Generalversammlung vom 27.01.1991 wurden bei Neuwahlen Heinz Blum als 1. RV-Vorsitzender, Herbert Amrhein als 2. Vorsitzender, Kassier Wolfgang Nowak, Schriftführer Manfred Schneider, Sportwart Willi Wüst und Materialverwalter Oskar Salg in Ihren Ämtern bestätigt. In der außerordentlichen Vertreterversammlung am 02.06.1991 wurde Heinz Baum als Nachfolger des aus beruflichen Gründen zurückgetretenen Wolfgang Nowak zum neuen RV-Kassier gewählte In der Herbstversammlung am 22.11.1993 wurde erstmals das neue elektronische Konstatier-System „TIPES“ behandelt. Bei den Neuwahlen in der Frühjahrsversammlung am 14.04.1993 wurde die amtierende Vorstandschaft in ihren Ämtern bestätigt: l. RV Vorsitzender Heinz Blum, 2. RV-Vorsitzender Herbert Amrhein, Kassier Heinz Baum, Schriftführer Manfred Schneider, Sportwart Willi Wüst und Materialverwalter Oskar Salg. In der außerordentlichen Versammlung am 19.06.1993 votierten die Anwesenden bei 9 Gegenstimmen für die Entführung des neuen Konstatier-Systems „TIPES“ und die damit verbundene Anschaffung der für die RV notwendigen Geräte. In der erweiterten Vorstandssitzung am 03. I O. 1993 lag eine Rücktrittserklärung des 2. RV-Vorsitzenden Herbert Amrhein vor. In der Herbstversammlung am 02. I l. 1993 wurde Elmar Sickenberger als Nachfolger von Herbert Amrhein zum 2. RV-Vorsitzenden gewählt. 50 Sportfreunde nahmen 1994 erstmals mit dem neuen Konstatier-System „TIPES“ am Reisegeschehen teil. In der Herbstversammlung vom 27.10.1994 wurde festgelegt, eine neue RV-Satzung auszuarbeiten.
Bei der Neuwahl der Vorstandschaft in der Frühjahrsversammlung vom 05.03.1995 ergab sich folgende Zusammensetzung: l. RV-Vorsitzender Heinz Blum, 2. RV-Vorsitzender Elmar Sickenberger, Kassier Heinz Baum, Schriftführer Manfred Schneider, Sportwart Willi Wüst und Materialverwalter Manfred Börner. Vor 52 Mitgliedern wurde in der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 25.02.1996 jeder Paragraph der Neufassung der RV-Satzung verlesen und einstimmig genehmigt. Danach wurde die neue Satzung in ihrer Gesamtheit einstimmig beschlossen. In der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 16.04.1996 wurden nach Abstimmung Sportfreunde aus Krombach, Blankenbach und Sommerkahl in die RV Aschaffenburg aufgenommen. In der Frühjahrsversammlung am 23.03.1997 wurde die Vorstandschaft erstmals nach der neuen RV-Satzung gewählt. Sie setzte sich nach der Wahl wie folgt zusammen: 1. RV-Vorsitzender Heinz Blum, 2. RV-Vorsitzender Elmar Sickenberger. Folgende Beauftragte wurden in ihre Ämter gewählt: Geschäftsführer Manfred Schneider, Kassier Heinz Baum, Flugleiter Peter Sickenberger, Einsatzobmann Manfred Schneider, Uhrenobleute Elmar Sickenberger und Joachim Schnarr, „TIPES“-Obleute Heinz Baum und Manfred Schneider, Jugend-Obmann Peter Völker, Vertrauensmann zur Entgegennahme gemeldeter Tauben Heinz Blum und Materialverwalter Manfred Börner. Am 15.03.1998 fand die Frühjahrsversammlung erstmals im neuen RV-Clubheim statt, dessen Einrichtung Eugen Schnarr auf seinem Firmengelände ermöglichte. Die RV-Meisterschaft wurde 1998 erstmals nach einem von der gesetzten Taubenzahl abhängigen Verteilerschlüssel ermittelt. In der Herbstversammlung vom 18.10.1998 wurde wieder der alte Meisterschaftmodus mit 5 Tauben beiderlei Geschlechtes eingeführt. In der Frühjahrsversammlung vom 14.03.99 wurde bekanntgegeben, daß die Jubiläumsfeier anläßlich des 90-jährigen Bestehens der Ufr. RV mit der Ehrung der RV-Meister am 27.11.1999 in der Gaststätte „Glattbacher Mühle“ stattfindet. Hier wurden auch verdiente Mitglieder geehrt. In der außerordentlichen Mitgliederversammlung vom 18.07.1999 wurde über einen Antrag auf Richtungswechsel in die Südostrichtung abgestimmt. Das Ergebnis lautete wie folgt: für die Südostrichtung 49 Stimmen, für die Südwestrichtung 25 Stimmen und 3 ungültige Stimmen bei 77 stimmberechtigten Mitgliedern. Damit hatte der Antrag des Vereins „Schwalbe“ Mainaschaff die satzungsgemäß geforderte 2/3-Mehrheit von 51 Stimmen verfehlt und es blieb bei der Reiserichtung Südwest.

Vorstandschaft und erweiterte Vorstandschaft der Ufre RV Aschaffenburg im Jubiläumsjahr 1999
Nach den Neuwahlen in der Frühjahrsversammlung am 19.03.2000 setzte sich die Vorstandschaft wie folgt zusammen: 1. RV-Vorsitzender Heinz Blum, 2. RV-Vorsitzender Reinhard Wissel, Beisitzer: Karl Schiener, Rainer Albert, Benedikt Kunkel, Eugen Schnarr und Karlheinz Roth. Folgende Beauftragte wurden in ihre Ämter gewählt: Geschäftsführer Manfred Schneider, Kassenverwalter Heinz Baum, Einsatzobmann Manfred Schneider, Uhrenobmann Peter Völker, „TIPES“-Obmann Martin Wenzel, Stellvertreter: Heinz Baum und Manfred Schneider, Jugend-Obmann Peter Völker, Vertrauensmann zur Entgegennahme gemeldeter Tauben Heinz Blum. Im Reisejahr 2000 nahmen erstmals nur noch Sportfreunde mit dem TIPES-Konstatiersystem am Reisegeschehen teil. Dies ermöglichte erstmals das sofortige Ausrechnen der Flüge nach dem Einlesen der Bediengeräte beim Uhrendienst. In der Herbstversammlung am 22.10.2000 trat Heinz Blum von seinem Amt als 1. RV-Vorsitzender zurück und verwaltete das Amt noch bis zur RV-Meisterschaftsfeier kommissarisch. Im November 2000 wurde Heinz Blum zum Ehrenvorsitzenden der RV ernannt. Der Verein „Heimkehr“ Johannesberg veranstaltete am 16./17.12.2000 die RV-Schau der 10 besten Schläge in Johannesberg. Der Deutsche Verband ernennt den RV-Ehrenvorsitzenden Heinz Blum am 12.01.2001 zum Verbandsehrenmitglied.
Bedingt durch den Rücktritt des L RV-Vorsitzenden Heinz Blum fanden in der Frühjahrsversammlung am 04.03.2001 Ergänzungswahlen statt. Danach setzte sich die Vorstandschaft wie folgt zusammen: 1. RV-Vorsitzender Reinhard Wissel, 2. RV-Vorsitzender Harald Behl. Folgende Beauftragte wurden in ihre Ämter gewählt: Geschäftsführer Manfred Schneider, Kassenverwalter Günther Zang, Einsatzobmann Manfred Schneider, Uhrenobmann und Uhrensteller Peter Völker, „TIPES“-Obmann Manfred Schneider, Stellvertreter: Reinhard Wissel und Heinz Baum, Jugend-Obmann Peter Völker, Vertrauensmann zur Entgegennahme gemeldeter Tauben Heinz Blum, Materialverwalter Manfred Börner und Oskar Salg, Reklamationskommission Reinhard Wissel und Manfred Schneider. Am 26/27.01.2002 fand eine RV-Ausstellung in der Kultur- und Sporthalle, in Haibach bei Aschaffenburg statt. Für ein Züchterforum konnte der Leiter der Taubenklinik des Verbandes, Dr. Raddei gewonnen werden. In der Herbstversammlung am 06.09.2002 wurden erstmals Delegierte für den neuen Regionalverband 457 gewählt.
Nach den Neuwahlen in der Frühjahrsversammlung am 23.03.2003 setzte sich die Vorstandschaft wie folgt zusammen: l. RV-Vorsitzender Reinhard Wissel, 2. RV-Vorsitzender Harald Behl, Beisitzer: Michael Elbert, Rainer Albert, Benedikt Kunkel, Eugen Schnarr und Karlheinz Roth. Folgende Beauftragte wurden in ihre Ämter gewählt: Geschäftsführer Manfred Schneider, Kassenverwalter Günther Zang, Einsatzobmann Manfred Schneider, Uhrenobmann Peter Völker, „TIPES“-Obmann Manfred Schneider, Stellvertreter: Petra Elbert, Heinz Blum, Heinz Baum, Andreas Behl, Reinhard Wissel und Sascha Fuchs, Jugend-Obmann Peter Völker, Materialverwalter: Oskar Salg und Manfred Börner und Vertrauensmann zur Entgegennahme gemeldeter Tauben Harald Behl. Durch den Ausbruch der Geflügelpest kam es im Jahre 2003 zu einem verspäteten Beginn der Reisesaison. Nach der Freigabe der Wettflüge durch die Veterinärbehörden und den Verband wurden, um die zwölf geplanten Flüge einhalten zu können, drei Flüge in einer Woche gestartet. Im Jahr 2004 wurden ab Ende Juni erstmals freie Trainingsflüge für Jungtauben während der Alfreise durchgeführt. In der Herbstversammlung am 08.10.2004 wurden über die Anträge der Vereine „Friedensbote“ Gunzenbach und des Vereins „Heimkehr“ Johannesberg, die eine Reiserichtungsänderung von West nach Südwest beinhalteten, wie folgt abgestimmt: 7 Mitglieder stimmten mr die Anträge, 11 votierten für den Beibehalt der westlichen Richtung wie bisher, 14 enthielten sich der Stimme. In der Herbstversammlung vom 21.10.2005. wurde über den Antrag des Vereins „Heimkehr“ Johannesberg, der eine Reiserichtungsänderung von West nach Südwest beinhaltete, abgestimmt: 14 Mitglieder stimmten für den Antrag, 13 votierten für den Beibehalt der westlichen Richtung wie bisher, 2 Stimmen waren ungültig. Somit hatte sich die Versammlung für eine Richtungsänderung in die Südwestrichtung ausgesprochen.
Nach den Neuwahlen in der Frühjahrsversammlung am 17.03.2006 setzte sich die Vorstandschaft wie folgt zusammen: 1. RV-Vorsitzender Reinhard Wissel, 2. RV-Vorsitzender Harald Behl, Beisitzer: Michael Elbert, Rainer Albert, Walfried Spatz, Eugen Schnarr und Josef Kullmann Folgende Beauftragte wurden in ihre Ämter gewählt: Geschäftsführer Manfred Schneider, Kassenverwalter Günther Zang, Einsatzobmann Manfred Schneider, Uhrenobmann und Uhrensteller Peter Völker, „TIPES“-Obmann Manfred Schneider, Stellvertreter: Heinz Baum, Andreas Behl, Heinz Blum und Reinhard Wissel, Jugend-Obmann Peter Völker, Materialverwalter: Oskar Salg, Fahrer Michael Plate und Vertrauensmann zur Entgegennahme gemeldeter Tauben Harald Behl. Im Reisejahr 2006 gab es zu Beginn der Wettflüge Probleme durch die Einschränkungen der Vogelgrippe. Zuerst mussten die Ausweichauflaßorte in der Südrichtung angefahren werden. Später konnte jedoch durch die Aufhebung der Einreisebeschränkungen in Frankreich wieder in die Südwestrichtung eingeschwenkt werden. Es wurden dennoch dreizehn Altflüge und fünf Jungflüge durchgeführt. Bedingt durch die Vogelgrippe gab es im Reisejahr 2007 wieder erhebliche Probleme durch die Einreisebeschränkungen der französischen Behörden. Wettflüge wurden dadurch nach Belgien verlagert. Am 04.09.2007 erhält der RV-Ehrenvorsitzende Heinz Blum das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern.
In der Herbstversammlung am 05.10.2007 fand eine Abstimmung über die zukünftige Reiserichtung statt. Das Ergebnis lautete wie folgt: für den sofortigen Beginn in der Südostrichtung ab 2008: 19 Stimmen, mr die Südwestrichtung 6 Stimmen und 9 Enthaltungen bei 34 stimmberechtigten Mitgliedern. Somit hatte sich die Versammlung mr einen Richtungswechsel in die Südostrichtung ausgesprochen. In der Frühjahrsversammlung am 28.03.2008 wurde der Modus für die RV-Meisterschaft von der Versammlung mehrheitlich mit 20 gegen 9 Stimmen bei 8 Enthaltungen wie folgt geändert: sie kann jetzt mit den 5 besten Tauben auf allen Flügen errungen werden. In der Reisesaison 2008 wurden die Flüge erstmals wieder in der Südostrichtung gestartet. In der Herbstversammlung am 19.10.2008 wurde berichtet, dass ein neues Kabinenexpressfahrzeug angestrebt wird. Nach den Neuwahlen in der Frühjahrsversammlung am 22.03.2009 setzte sich die Vorstandschaft wie folgt zusammen: l. RV-Vorsitzender Reinhard Wissel, 2. RV-Vorsitzender Harald Behl, Beisitzer: Michael Elbert, Rainer Albert, Walfried Spatz, Eugen Schnarr und Josef Kullmann. Folgende Beauftragte wurden in ihre Ämter gewählt: Geschäftsführer Manfred Schneider, Kassenverwalter Günther Zang, Einsatzobmann Manfred Schneider, Uhrenobmann und Uhrensteller Peter Völker, „TIPES“-Obmann Manfred Schneider, Stellvertreter: Heinz Baum, Andreas Behl, Heinz Blum, Petra Elbert und Reinhard Wissel, Jugend-Obmann Peter Völker, Materialverwalter: Rudi Barthold, Fahrer Michael Plate und Udo Effenberger, Vertrauensmann zur Entgegennahme gemeldeter Tauben Harald Behl und RV-Flugleiter Udo Effenberger. In der Frühjahrsversammlung am 22.03.2009 wurde bekanntgegeben, dass der RV-Jubiläums- und Ehrenabend anläßlich des 100-jährigen Bestehens der RV am 05.12.2009 in der Gaststätte „Glattbacher Mühle“ stattfinden wird. Da im Oktober 2009 das neue Kabinenexpressfahrzeug geliefert wird, wurde in der erweiterten Vorstandssitzung vom 09.09.2009 beschlossen, dass als weitere Jubiläumsveranstaltung die Feier des 100-jährigen Bestehens der Ufr. RV Aschaffenburg mit Fahrzeugweihe am 18.10.2009 auf dem Gelände der Firma Heinrich Schnarr GmbH stattfinden wird. Hier kommen Tauben und Gutscheine für Jungtauben 2010 namhafter Spitzenschläge zur Versteigerung und Verlosung.
Möge Gott den Fortbestand unserer traditionsbewussten RV auch in den nächsten 100 Jahren gewährleisten und seine schützende Hand über ihre Mitglieder halten.
Gez.:Manfred Schneider (RV-Geschäftsführer)


